Nike Joyride Run im Test: Meine Erfahrung mit dem innovativen Laufschuh

Die Joyride-Modelle haben mich schon vor der Bestellung und den eigentlichen Tests gespannt gemacht, da ich diese neuartige Dämpfung so noch nicht testen konnte, darüber im Vorfeld jedoch schon einiges gehört hatte.

Ich habe deshalb sowohl den Joyride Run, wie auch das Joyride-Dual-Run-Modell getestet und werde diese auch in diesem Testbericht miteinander vergleichen. Insgesamt habe ich mich 14 Nike-Laufschuhen gewidmet und diese getestet, sodass ich neben der bloßen Erfahrung mit dem Joyride Run, auch einige Vergleiche mit anderen Modellen einfließen lassen werde. Ich hoffe dir so einen möglichst differenzierten Blick auf dieses Modell bieten zu können.

Der erste Eindruck und einige Überraschungen

Was mir am Joyride Run richtig gut gefallen hat, war vor allem die Verarbeitung des Obermaterials. Diese hat Nike hier wie eine Socke erscheinen lassen, sodass der Fuß in den Schuh hineinrutscht und so einen extrem festen Halt bekommt. Allerdings wirkt der Joyride insgesamt recht eng anliegend, sodass breitere Füße hier mit Vorsicht agieren sollten. Ich sage es jedoch immer und immer wieder: Einen Test kann man bei vorhandenem Interesse immer machen! Breiten Füßen habe ich zudem bereits einen gesonderten Beitrag gewidmet, in dem ich auf meine Favoriten unter den breiten Laufschuhen eingehe. Diesen Beitrag kannst Du dir hier öffnen (Link). Alle Verlinkungen öffnen sich wie gewohnt im neuen Fenster, sodass Du hier zunächst in Ruhe weiterlesen kannst.

Zurück zum Joyride Run und seinem “Herzstück”, nämlich der neuartigen Dämpfung.

Nike hat in diesem Modell die absolut neue Dämpfungstechnologie verbaut, die nun mithilfe kleiner “Schaumstoff-Kügelchen” dafür sorgen soll, dass wir Läufer hier eine hochindividuelle und “besser angepasste” Dämpfung vorfinden. Wie diese sich beim Laufen angefühlt hat, dazu gleich mehr.

Grundsätzlich war ich sehr gespannt wie das Modell sich anfühlen wird, da ich in den vergangenen Wochen und Monaten nun insgesamt über 70 Laufschuhe getestet habe. In meinem Kopf existieren mittlerweile zahlreiche “Parameter” und Abschätzungen, nach denen ich meine Birne sofort einzuschätzen versucht, für welche Zwecke das jeweilige Modell wohl am besten zu nutzen sein müsste.

Der Joyride bietet in dieser Version drei Dämpfungsfelder mit den Schaumstoff-Kugeln. Dies ist übrigens einer der entscheidenden Unterschiede zum anderen Joyride-Modell, dem Nike Joyride Dual Run.

Die Unterschiede zwischen dem Joyride Run und dem Joyride Dual Run

Die beiden Joyride-Laufschuhe unterscheiden sich tatsächlich in mehr als nur einem Bereich. Den Zusatz “Dual” erhält der Joyride Dual Run hauptsächlich durch die zwei Dämpfungsfelder, die Nike in seiner Zwischensohle verbaut hat. Hier bietet der Dual-Run-Joyride somit eine Einheit weniger als der Joyride Run, allerdings sind die Dämpfungen auch völlig unterschiedlich angeordnet, wodurch sich das gesamte Laufgefühl stark verändert.

Auch die Konstruktion des Obermaterials fällt völlig unterschiedlich aus. Beim Dual Run erinnert sie stark an gewöhnliche Schuhe, da die Zunge hier zunächst getrennt vom Obermaterial ist. Im Joyride Run hat das Obermaterial, wie bereits kurz angesprochen, eher die Form einer Socke, da es eine durchgängige Einheit bietet.

Nichtsdestotrotz sitzen beide Modelle fest am Fuß, sodass hier beim Lauftraining keine “Rutschpartien” entstehen sollten.

Nun jedoch zum bereits angedeuteten Haupt-Unterschied, nämlich der Dämpfung in beiden Modellen:

Mir hat hier die Dämpfung im Joyride Dual Run deutlich besser gefallen, da Nike sie hier unter Ferse und unter dem Mittelfußbereich verbaut hat und dem Vorfußbereich dabei eine gewöhnliche Schaumstoff-Dämpfung verpasst hat. Dadurch hat sich der Dual Run geschmeidig und flexibel angefühlt.

Beim Joyride Run, um den es in diesem Beitrag primär geht, hat mir die neuartige Dämpfung unter dem Vorfuß leider nicht wirklich gut gefallen. Selbst nach 5 Läufen habe ich mich nicht an die ungewohnten, punktuellen “Anhebungen” unter dem Fußballen gewöhnen können. 

  • Meinen Testbericht zum Nike Joyride Dual Run kannst Du dir hier öffnen (Link).

Mein Fazit zum Joyride Run: Wer sollte sich das Modell am ehesten kaufen ?

Ich finde es sehr erfreulich, dass auch Nike sich nun im Bereich der neuen Dämpfungen traut, völlig neue Konzepte zu präsentieren. Adidas hat im Jahr 2013 mit der Boost-Sohle für Furore gesorgt und dadurch einen wirklichen hohen Standard im Bereich der “komfortablen Dämpfungen” gesetzt. 

Ich denke, dass die Joyride-Modelle einen sehr interessanten Ansatz liefern und sich im Laufe der Zeit noch stark verbessern werden.

Müsste ich mich zwischen dem Joyride Run und dem Joyride Dual Run entscheiden, so würde ich Letzteren wählen.

Die primären Einsatzgebiete beider Schuhe sehe ich im Fitnessstudio und auf Asphalt. Auch im Alltag lassen sich beide Modelle nutzen, vorausgesetzt sie sitzen gut am Fuß.

Sie fallen insgesamt recht eng aus, sodass Du dich darauf einstellen solltest die Modelle erst einmal einige Tage einzutragen. 

Zu guter Letzt weise ich auf die folgenden Laufschuh-Bestenlisten unseres Portals hin. Dort findest Du überzeugende Modelle aus meinen Tests, geordnet in die jeweiligen Kategorien:

  • Hier stelle ich meine Favoriten unter den “schmalen” Laufschuhen vor – Hier spielen auch die Joyride-Modelle eine Rolle (Link).
  • Hier findest Du meine Favoriten für Läufe auf Asphalt (Link)
  • In diesem Beitrag spreche ich über gute Laufschuhe für Anfänger (Link)

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Nicht nur unsere langjährige Freundschaft verbindet uns, sondern auch unsere Liebe zum Laufen - weswegen wir diesen Blog "Laufliebe.org" gemeinsam ins Leben gerufen haben.

Auf diesem Blog testen wir regelmäßig Lauf-Ausrüstung und geben dir Tipps & Tricks rund um den Laufsport.